Copyright © Dipl.-Ing. Johannes Hofer 2022, Auszug aus dem neuen active learn book
Die KI-SPS
Die Möglichkeit einer Programmierung für eine SPS, um diese am Geschehen der künstlichen Intelligenz zu beteiligen
8.2 Logic Edge-Control
Was ist, wenn ein PLC-Programmierer
seine eigenes Programm zur Automatisierung anwenden möchte, ohne die KI-Vorteile
zu verlieren. Nun das ist sicherlich verständlich, wenn zu den ganzen Dingen eines
KI-Automaten kein sooo großes Vertrauen besteht. Schließlich weiß man ja auch nicht
was da in einem Baustein so abgeht – oder?
Verständlich und auch vollkommen normal den Dingen
nicht zu trauen.
Man verwendet im eigenen Programm zwar Bibliotheksbausteine,
aber nur soweit dieser überwiegend bekannt sind und zudem auch schon tausendmal
getestet wurden.
Damit ein KI-System bestehen kann, müssen spezifische
Daten existieren. Wir haben ja schon den Eingangs-Layer, die Regeln und den oder
die Ausgangs-Layer kennen gelernt. Zudem kennen wir ja auch schon Deep-Learning, welches im Gerät Zwischenlayer erzeugen kann,
um damit mehrere Möglichkeiten für die Ausgangs-Layer zu bilden.
Diese
Vorgehensweise mit dem Deep-Learning wird direkt auf der Hardware ausgeführt und
deswegen auch als Edge-KI bezeichnet.
Was man sich so alles einfallen lässt 😊. Das was da so innerhalb des KI-Automaten
abgeht, könnte zur Automatisierung ungewünscht sein. Nach dem Motto, was der Bauer
nicht kennt, frisst er nicht, können wir mit dem sogenannten Edge-Control aushelfen.
Betrachten wir dazu in einer Simatic dem Aufruf
eines KI-Automaten, wie uns auch schon bekannt ist, dann sehen wir die Möglichkeit
einen Eingangsparameter IN_EC zu setzen.
Bild 8.2: Die SPS besitzt zu jedem KI-Automat einen Edge-Control-FB
Jeder KI-Automat besitzt einen booleschen Eingang
IN_EC (Punkt 1) welche wahlweise den Funktionsbaustein EC_SD1 (Punkt 2) aktiviert oder nicht aktiviert. Damit können wir
das logische Geschehen für den Programmablauf zur Logik dem Programmierer überlassen.
Wie auch immer er dies löst entscheidet jetzt nicht mehr der KI-Baustein, sondern
liefert dazu die Daten, Funktionen und nötigen Parameter. Somit ist der Programmierer
völlig unabhängig der KI-Dinge und kann somit schalten und walten, wie er
dies auch in der Vergangenheit schon getan hat.
Na also, dann haben wir ja unser Edge-Control und
die KI vereinbart. Ob das so sinnvoll ist, muss im Einzelfall entschieden werden
😊
Die KI allerdings bleibt erhalten und liefert so
wichtige Daten und Erkenntnisse, ob der Baustein nun so auch richtig funktioniert.
Geliefert wird das dann über den sogenannten Backpropagation-Faktor und alle sind
zufrieden – oder wie oder was?
Dazu nun das folgende Video zum Praxisbaustein "Automatische Türsteuerung" in YouTube
Vorerst noch überwiegend KV-Diagramm mit KI-Gerüst und der Einsatz von Bibliotheksbausteinen.
Fortsetzung folgt im nächsten Post .... 💇